Juni 2019

S.H. Gangteng  Rinpoche besucht zum ersten Mal das Land, segnet es und gibt dort einer Gruppe  von über 100 Personen die Kurukulle Einweihung. Rinpoche ist sehr angetan von der Qualität des Ortes und den ausgezeichneten Bedingungen für die Dzogchen-Praxis

 Für uns war es eine besondere Zeit. Als er zum ersten Mal das Grundstück besuchte, verweilte Rinpoche gerade in Zieleniec (Polen), wo er einen Dharmakurs leitete. Die Veranstaltung, die unter günstigen Bedingungen und mit starker Segenskraft stattfand, bot den Praktizierenden die Möglichkeit, den letzten, noch fehlenden Zyklus in ihren Dzogchen-Unterweisungen abzuschließen. Zudem fanden sich neue Dharmafreunde ein, die ebenfalls an der Einweihung teilnehmen konnten und dank dessen nun auch den buddhistischen Pfad betreten können.

Diese segensreichen Umstände begleiteten dann dieses wichtige Event, das in Jarków stattfand auf dem erworbenen Land, auf dem das neue Retreat-Zentrum erbaut werden soll. Voller Spannung warteten wir auf Rinpoches Eindruck und Meinung über diesen Standort. Als Rinpoche nach seiner Ankunft aus dem Auto stieg und sich umsah, war er voller Freude.

Juni Am frühen Morgen hielt Rinpoche, begleitet von mehreren Nonnen und Mönchen, die mit ihm nach Polen gekommen waren so wie auch einer kleinen Gruppe von Sanghamitgliedern, auf dem Grundstück das Ritual „der Übernahme des Ortes“ ab, durch welches die lokalen Wesen, meist Nagas, geehrt, befriedet und unterworfen werden sollen.

Wir entfachten ein rituelles Feuer und rezitierten das „Riwo Sancho”-Gebet . Während der Rezitation wurde ein großes Abbild der Königin der Nagas, die auch „Nixe des Landes“ genannt wird, feierlich abgelegt.

Um 12.00 Uhr lockerte Rinpoche mit einer Kreuzhacke den Boden, entnahm zwei Hände voll Erde  und übergab uns diese „Siddhi Erde“zur Aufbewahrung.

Am Nachmittag traf auf dem Land eine größere Gruppe der Sanghafreunde, die an der Veranstaltung in  Zieleniec teilnahmen, per Bus ein. In einer provisorischen Gompa gab Rinpoche allen Anwesenden die Kurukulle Einweihung. So konnten Praktizierende aus Südamerika, Bhutan, China, der Ukraine, der Schweiz, Polen, Deutschland, Österreich, Frankreich, Slowenien, der Russischen Föderation und Tschechien den Segen und die Kraft dieser Initiation erfahren.

Abschließend gab Rinpoche ein Statement ab, in dem der sagte, dass dieses Land ein günstiger Platz für ein Yeshe Khorlo Zentrum  und hervorragend für unterschiedliche Praxis, speziell aber für Dzogchen geeignet sei.

Dieses Event auf dem zukünftigen Gompaland war ein kostbares Ereignis, das alle Teilnehmenden inmitten der wunderschönen Natur und unter der am grenzenlosen Himmel strahlenden Sonne mit großer Freude erlebten; sie spürten darüber hinaus  auch die Kraft und den Segen des gemeinsamen Erfahrens. 

Möge dieser Ort für die Yogis und Praktizierenden der Pema Lingpa Tradition schon bald eine starke Basis für die Praxis werden.

18 April 2018

S.H. Sungtrul Rinpoche besucht mit einer Sangha Gruppe das Grundstück für das neue Dharma- Zentrum und segnet das Land

Der erste Dharma König, der symbolisch das Grundstück für das künftige Zentrum übernahm, war S.H. Sungtrul Rinpoche. Er befand sich zu dieser Zeit im nahe gelegenen Khordong Zentrum in Darnkow (Polen), wo er mit Yeshe Khorlo Schülern ein Amitayus Drubchen durchführte.

Wir baten Rinpoche, sich unser Land anzusehen und es zu segnen. So fuhren wir an einem wunderschönen sonnigen Frühlingstag mit einer kleinen Gruppe von Sangha-Mitgliedern im Geländewagen zu dem Grundstück. Kurz vor Erreichen des Landes blockierte ein Traktor mit Anhänger unseren Weg. Er gehörte dem Mann, der uns dieses Stück Land verkauft hatte, dem über neunzigjährigen Herrn Hendrik. Rinpoche sagte, nachdem wir uns an dem Traktor vorbei gezwängt hatten, es sei ein gutes Zeichen für unser Projekt, dass der Anhänger vollgeladen sei.

Am Ziel angekommen, eröffnete sich uns eine überwältigende Aussicht in einer herrlichen Naturkulisse, so als wollten uns schenkende Hände das Land übergeben.

Während wir über die Wiesen spazierten, tauchte aus dem umgebenden Wald ein kleines Rudel Rehwild auf, das uns ohne Scheu betrachtete und mit aufgerichteten Schwänzen zu äsen begann. S.H. Sungtrul Rinpoche sah dies als nächstes positives Zeichen an.  

Wir setzten uns neben Rinpoche auf einer Wiese nieder, entzündeten ein paar Teelichter und Räucherstäbchen und begannen gemeinsam Gebete zu rezitieren. Rinpoche saß mit einer historischen Pema Lingpa-Phurba in den Händen in stiller Meditation. Während der gesamten Zeit des Betens und der Rezitation von Mantras zog über uns am Himmel mit erhabener Eleganz ein großer Greifvogel seine Kreise.

In genau dem Moment, als Rinpoche uns den ungefähren Platz zeigte, an dem einmal die Gompa errichtet werden soll, rief S.H. Gangteng Tulku Rinpoche aus Bhutan an und schlug uns vor, S.H. Sungtrul Rinpoche das Land für das zukünftige Zentrum zu zeigen und es von ihm segnen zu lassen.

Da die erbetene Segnung in eben diesem Augenblick vollzogen wurde, war Rinpoches Anruf für uns ein weiteres glücksverheißendes Zeichen, welches uns tief in unserem Innern berührte und welches uns auch zukünftig  Kraft und Motivation für unser Projekt gibt.

KAUF DES GRUNDSTÜCKS FÜR DAS ZENTRUM

Beim Abschluss einer neuntägigen Übertragung von Kunzang Gongdu im Jahr 2008 in Warschau, sprach S.H. Gangteng Rinpoche eindringlich mit uns über den Bau eines Dharma-Zentrums in Polen. Daraufhin wollten zwei begeisterte Sanghamitglieder spontan ihr eigenes Land für den Bau des Zentrums spenden. Doch leider zeigte sich bei einer Besichtigung der Grundstücke, dass sie nicht den Anforderungen für ein Zentrum entsprachen.

In den folgenden Jahren betonte Rinpoche immer wieder die Wichtigkeit dieses Projekt. Doch erst im Jahr 2017 in einem Gespräch mit Rinpoche beim Abschied in Prag, wurde uns allen bewusst, dass wir als Verein nicht länger zögern sollten und beschlossen, endlich ein passendes Stück Land für ein Dharmazentrum zu finden – das war der eigentliche „Startschuss“ für den Kauf und die Realisierung des Projektes.

Die Besichtigung einiger Grundstücke war nicht sehr fruchtbar. Irgendwann erhielten wir einen Hinweis von Freunden über ein brachliegendes Stück Land, nicht weit entfernt von dem Ort, an dem S.H. Gangteng Tulku Rinpoche seit Jahren regelmäßig Retreats mit uns abhält . Wir besichtigten das Land und erkannten sofort: dies ist genau, was wir wollen. Niemand hatte Zweifel daran, dass dies der Ort war, nach dem wir lange gesucht hatten.

Auf Wunsch von Khenpo Karma Wangyel führte einer der Klosterastrologen in Bhutan eine Überprüfung  durch und teilte uns mit, dass es in der Tat ein guter Ort für das Zentrum sei.

Zu diesem Zeitpunkt war das gesamte Land von 21 ha in drei benachbarte Grundstücke aufgeteilt, die jeweils verschiedenen Eigentümern gehörten. Keines von ihnen stand jedoch zum Verkauf.

Nach sechs Monaten laufender Gespräche mit Herrn Henryk Strama, dem Eigentümer eines der Grundstücke (7,76 ha), erklärte er sich bereit, es zu verkaufen (siehe unten: Foto von Herrn Henryk). Wir waren überglücklich und starteten sofort ein Fundraising innerhalb der Yeshe Khorlo Sangha.

Mithilfe gesammelter Spenden (mehr als die Hälfte des benötigten Betrages) sowie privater Darlehen von Freunden aus der Sangha wurde am 24. Mai 2018 das Grundstück Nr. 3 notariell erworben.

Dank Spenden von S.H. Gangteng Rinpoche selbst und  des Vereins Yeshe Khorlo Taiwan konnten wir die Darlehen schon bald zurückzahlen.

Eigentümer des zweiten Grundstücks von 5,87 ha war der Gemeinderat. Der Rat hat unserem Kaufantrag zugestimmt.

Dieses Grundstück wurde am 17. Oktober 2018 von einem Mitglied der polnischen Sangha von Yeshe Khorlo gekauft und finanziert.

Das dritte Grundstück mit einer Fläche von 8 ha ist bis jetzt noch nicht in unserem Besitz.